Forschung

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Forschungspartner und -projekte, für die das Visualisierungszentrum als Schnittstelle zum Anwender dient.

Intel Visual Computing Institut

Das Intel Visual Computing Institute (Intel VCI) ist eine gemeinsame Initiative der Intel Corporation, der Universität des Saarlandes, des Max Planck-Instituts für Informatik, des Max Planck-Instituts für Softwaresysteme und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Das Forschungsgebiet des Visual Computing hängt eng mit den Forschungsfeldern der Computergraphik, Computer Vision, Bildverarbeitung, CAD, Interaktive Simulationen, Geometrieverarbeitung, Animation, Human Computer Interaction, Paralleler Programmierung und Compiler zusammen. Visual Computing vereinigt Methoden und Ideen aus all diesen Feldern, um komplexe Probleme mittels visueller Methoden leichter verständlich zu machen oder zu lösen. http://www.intel-vci.uni-saarland.de/

Lehrstuhl Computergraphik

Der Lehrstuhl Computergraphik der Universität des Saarlandes wurde von Prof. Dr.-Ing. Slusallek gegründet, und ist bekannt für seine Erfolge in den beiden Forschungsschwerpunkten Ray-Tracing und Multimedia. Das Ray-Tracing-Verfahren eignet sich besonders für eine verteilte parallele Berechnung und interaktive photorealistische Visualisierung von hochkomplexen virtuellen 3D-Szenarien. Durch die konsequente Neustrukturierung des Ray-Tracing Verfahrens in Bezug auf Parallelisierbarkeit und die Nutzung moderner Prozessor-Eigenschaften konnte Ray-Tracing zum ersten mal eingesetzt werden, um große CAD-Szenen interaktiv zu visualisieren. Der Lehrstuhl beschäftigt sich weiterhin mit der Erforschung, Entwicklung und Implementierung von verteilten Applikationen und einer Middleware zur Vermittlung, Verarbeitung und Darstellung von multimedialen Daten. Diese im NMM-Projekt „Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware“ zusammengefassten Arbeiten zielen auf neuartige Anwendungen im Bereich Home-Entertainment und mobile Anwendungen ab. http://www.cg.uni-saarland.de/

Lehrstuhl Nachrichtentechnik

Der Lehrstuhl für Nachrichtentechnik arbeitet an Architekturen für ubiquitäre multimediale Netzwerke unter Berücksichtigung der angebotenen Quality of Service. Die Forschung konzentriert sich auf Datenübertragung in kabellosen (802.11, „WLAN“) und kabelgebundenen (802.1, „Ethernet“) Netzwerken im allgemeinen, sowie im speziellen mit der Übertragung von multimedialen Daten in Form von Audio- und Videocodierung, wobei auch Methoden der digitalen Rechteverwaltung (DRM) einen Forschungsgegenstand bilden. http://www.nt.uni-saarland.de/

Forschungsgruppe Interactive Visualization and Data Analysis

Das primäre Ziel der Gruppe ist die Entwicklung von neuen Algorithmen, Metaphern und Architekturen für die interaktive Visualisierung von großen und komplexen Datensätzen. Simulationen und Experimente produzieren heutzutage enorme Datenmengen, deren Komplexität die Wissenschaftler oft überwältigt und deren Darstellung selbst auf moderner Hardware nicht gut skaliert. Die IVDA-Forschungsgruppe entwickelt unter Einbeziehung der massiv parallelen Datenverarbeitung heutiger Computer neue Metaphern und Methoden, um diese Datenmengen in von Menschen gut interpretierbare, interaktive Darstellungen zu verpacken. http://ivda.cs.uni-saarland.de/

Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität

Der Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität fokussiert auf das Thema Visual Computing, die akkurate  Beschreibung von virtuellen 3D-Welten, auf Theorie und Praxis von Multiagentensystemen in den Bereichen Dynamic Scheduling für Transportwesen und Electronic Commerce. Die dort erforschten Multiagentensysteme bestehen aus einer Vielzahl selbständiger Programme (Agenten), die durch geschicktes Zusammenspiel eine über die Fähigkeiten des einzelnen Agenten deutlich hinausgehende (emergente) Leistung erbringen. Weiterhin gilt es, im Rahmen der Erforschung Simulierter Realität die reale Welt akkurat zu modellieren und zu simulieren und daraus Vorhersagen zu treffen, ein entscheidender Faktor für die moderne Industrie. Semantische Informationen liefern den Kontext, um durch Simulationen Eigenschaften dieser Systeme vorherzusagen, wie etwa Beleuchtung, Akustik oder Verkehr. Forschungsaktivitäten im Bereich Sichere Systeme beschäftigen sich mit Sicherheitseigenschaften von Software-Systemen, insbesondere formalen Modellierungstechniken, interaktiven Deduktionsmethoden und formalem „Management of Change“, wie es bei komplexen Software-Entwicklungen auftritt. http://www.dfki.de/asr/

XML3D

Web-Technologien sind die Grundlage für die direkte und weltweite Verbreitung digitaler Informationen. Darüber hinaus hat sich das Web als eine allgegenwärtige Anwendungsplattform entwickelt. Von einfachen Textseiten hat sich das Web so weit entwickelt, dass heute komplexe Layouts, Bilder, Audio und heute auch Videos darstellbar sind. Da unsere digitale Welt heute durch 3D-Kino und Video, 3D-Fernseher oder 3D-Anwendungen auf mobilen Endgeräten, immer plastischer wird, muss auch die Kern-Web-Technologie erweitert werden, um interaktive 3D-Inhalte zu unterstützen.

Dabei geht XML3D nicht den Weg, existierende Graphiktechnologie auf das Web anzupassen, sondern wählt einen radikal neuen Ansatz. Ausgehend vom aktuellen Stand des Web wird ein minimaler Satz von Erweiterungen entwickelt, der für Web-Dokumente, die 2D- und 3D-Elemente enthalten, interaktive 3D-Anwendungen integrativ unterstützt. XML3D ermöglicht plattformübergreifende Erstellung, Verbreitung, Anzeige und Interaktion mit 3D-Daten. Durch seinen deklarativen Ansatz nutzt XML3D dabei die Möglichkeiten moderner Web-Entwicklung wie HTML, Cascading Style Sheets (CSS), das Document Object Model (DOM) und AJAX für dynamische Inhalte. Alle 3D-Elemente sind im DOM verfügbar, unterstützen DOM Scripting und Events und machen es so Web-Designern sehr einfach, den Einstieg in die 3D-Welt zu finden. http://www.xml3d.org/

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